…vor 83 Jahren – Gedenken anlässlich des Holocaust-Gedenktages

2017-01-27_auszug-aus-kirchenbuch
Auszug aus dem Kirchenbuch der Hoffnungskirchengemeinde mit dem Eintrag „Meseritz“

Der heutige Eintrag beschäftigt sich nicht mit der Zeit vor 100 Jahren, sondern anlässlich des heutigen Holocaust-Gedenktages, der in diesem Jahr besonders an die Opfer der NS-Euthanasie erinnert, mit genau so einem Fall, der auch in den Kirchenbüchern der Hoffnungskirchengemeinde zu entdecken ist. Am 11.07.1944 wurde von Pfarrer Jungklaus die aus Spandau stammende Hedwig M. bestattet. Als Todesursache ist im Kirchenbuch „nervenkrank“ vermerkt. Verräterisch ist der standesamtliche Eintrag „Meseritz“. Das war das hauseigene Standesamt der „Pflege- und Heilanstalt Meseritz-Obrawalde“. Dort wurden ab 1942 systematisch Patienten meist durch Verabreichung von Gift ermordet. Hedwig M. war 39 Jahre alt, als sie starb, sie hinterließ einen Sohn, eine Mutter, eine Schwester und sechs Brüder. Mehr ist über sie nicht bekannt… (GL)

 

 

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