…vor 100 Jahren: Architektur in Kriegszeiten – neue Herausforderungen für Kirchenarchitekt Walter Koeppen

Artikel aus Zentralblatt für Bauverwaltung 1917-02-10_Wettbewerb Koeppen_Bedürfnisanstalten und Grabmäler.jpg
Bericht über die Preisentscheidung in einem Architekturwettbewerb im Berliner „Zentralblatt der Bauverwaltung“ vom 10.02.1917

Die Kriegszeit stellt auch die Architekten vor neue Herausforderungen. So wird im Berliner „Zentralblatt der Bauverwaltung“ am 10. Februar 1917 dazu aufgerufen, im Interesse der Landesverteidigung den Verbrauch des Baustoffes Eisen aufs Äußerste einzuschränken – zum Beispiel durch „möglichst große Ausnutzung der Tragfähigkeit des Eisens“ und „weitestgehende Beschränkung der Bautätigkeit“.

Anstatt repräsentative Bauten zu entwerfen, bleiben für die nicht in den Krieg gezogenen Architekten bescheidenere Aufgaben als zu Friedenszeiten: im Zentralblatt der Bauverwaltung wird in derselben Ausgabe über Preisausschreiben für „kleinere Kriegs- und Kriegerdenkmäler“ oder „Bauten und Anlagen im Straßenbilde“ berichtet.

Walter Koeppen, der 40-jährige Architekt der Pankower Hoffnungskirche,  nimmt weiter an solchen Wettbewerben teil und gewinnt mehrere Preise. Allerdings für deutlich profanere Bauten: einen 1. Preis für den Entwurf von Kabelmasten für Straßenbahnen, einen 2. Preis für den Entwurf eines Fernsprechhäuschens und ebenfalls einen 2. Preis für den Entwurf einer öffentlichen Bedürfnisanstalt. (GL)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s